Das „Schließen der Knochen“ hat mexikanische Wurzeln und erfreut sich einer langen Tradition in vielen Kulturen (slawisch, afrikanisch, asiatisch, südamerikanisch). Es unterstützt Mütter ganzheitlich bei der Rückbildung und/oder beim verabschieden vergangener Ereignisse oder Lebensphasen.
Diese Zeremonie findet bei dir zu Hause statt und dauert etwa zwei Stunden. Nimm dir für die Zeit danach keine fordernden Aktivitäten vor.
Traditionell findet das Ritual im Beisein einer Frauengemeinschaft (1-10 Personen) statt, das unterstütze ich selbstverständlich – je nachdem welche Intention mit dem Ritual verbunden ist, ist es ratsam, die Zahl der Anwesenden zu beschränken.
Das Ritual startet entweder in der Badewanne oder mit einer speziellen Massage, beides mit wärmenden, naturreinen Essenzen (und Blütenblättern), die eine wohltuende und konzentrierende Wirkung auf Körper und Geist haben.
Anschließend verwende ich, je nach Phase der Rückbildung bzw. Stilltätigkeit fünf bis sieben Tücher (Rebozos), die deinem Körper mit einer speziellen Wickel- und Haltetechnik Geborgenheit und vollständige Ruhe schenken. Ich verbleibe die gesamte Zeit bei dir.
Nach Abschluss des Rituals lassen wir deine Erfahrung bei einer Tasse Tee ausklingen und ich stelle sicher, dass du wohlbehalten landest. Das Erlebnis kann sehr intensiv sein.
Lies dazu den Abschnitt über den Hintergrund des Rituals.
In unserem Becken verlaufen sehr viele Nerven, die unter anderem für den Kampf-Flucht-Reflex zuständig sind und bei jeder als gefahrvoll erlebten Situation aktiviert werden. Es ist auch der Raum, in dem unsere Kinder heranwachsen und durch den sie geboren werden. Unter der Geburt verschieben sich die Knochen des Beckens, die Bänder und Sehnen und die weichen Gewebe werden stark gedehnt. Die Hormone tragen ihr Übriges zur Komplexität dieses Prozesses bei. Das Wochenbett wird auch die zweite Pubertät genannt (Matresence = Muttertät), weil diese Phase mit genau so viel Hormonausschüttung einhergeht. Dieses Wissen ist hilfreich, wenn wir verstehen wollen, was Mütter nach der Geburt brauchen aber vor allem, dass auch diese Phase einen bewusst erlebten Endpunkt verdient hat. Unabhängig davon, ob die Geburt als schön oder schlimm erlebt wurde.
Nachdem wir unser Becken und unserem ganzen Körper und unserem Selbst so viel Transformation zugemutet haben, tut es gut, den Körper zu ehren und ihm zu erlauben zu seiner vorherigen Form zurückzufinden. Gebärmutter und Becken sind das kreative Zentrum unseres Körpers (Sakralchakra). Hier sollen wieder Stabilität, Spannkraft und emotionale Sicherheit für die Frau einkehren, die sich für ihr Kind vollständig geöffnet hat. Dies gilt selbstverständlich für alle Frauen! Ob vaginale Geburt, Kaiserschnitt, Fehlgeburt (alle Trimester) und der Geburt eines Sternenkindes. Für alle Kinder richtet sich der weibliche Körper neu aus und bringt alle Prozesse in Gang, die notwendig sind um neues Leben zu nähren und zu bewahren.
Oft verspüren Frauen nach Abschluss des Wochenbetts oder um die Zeit des Abstillens ein Bedürfnis zu sich selbst zurückzukehren, ihren Körper wieder ganz für sich zu haben. Das ist ein wunderbarer Wunsch, denn die beste Mutter sorgt zuerst für sich und kann so für ihre Familie aus dem Vollen schöpfen.
Egal wann dieser Wunsch kommt und aus welchem Grund – das Closing the Bones Ritual eignet sich ab 8 Wochen pp sehr gut dafür, in die eigenen körperlichen Grenzen hineinzuspüren, sie sozusagen in einem sicheren Raum bewusst zurückzuerobern, die Kraft der Begrenzung als positive Ressourcse wahrzunehmen, Vergangenes loszulassen oder schlicht - sich zu feiern!
Auch stressige, verunsichernde Lebensphasen oder traumatische Ereignisse können mit diesem Ritual verabschiedet werden. Wichtig sind: die klare Intention der empfangenden Person und eine achtsame Begleitung davor, währenddessen und danach. Wenn du dir unsicher bist, ob das CTB etwas für dich ist, melde dich bei mir.
Bitte beachte, dass dieses Ritual nicht in der Schwangerschaft angewendet werden darf.